Pakt gegen Plastikmüll: Staaten im Bündnis mit der Industrie

(dpa) Für den Umwelt- und Klimaschutz wollen Deutschland und weitere Länder die Verwendung von Einwegplastik stärker eindämmen. 15 Regierungen sowie 66 Unternehmen und Organisationen unterzeichneten am Freitag in Brüssel einen Pakt gegen Plastikabfälle, den European Plastics Pact. Sie verpflichteten sich dazu, weniger Plastik zu benutzen, mehr zu recyceln und so Plastikmüll zu reduzieren. Ziel des Bündnisses von Politik und Wirtschaft sei eine europäische Kreislaufwirtschaft.

Die Unterzeichner sagen zu, bis 2025 wo möglich nur noch wiederverwendbare Plastikverpackungen und -produkte herzustellen. Die Recycling-Kapazitäten sollen binnen fünf Jahren deutlich gesteigert und Fortschritte jährlich erfasst werden.

Es sei Zeit zu handeln, sagte die niederländische Umweltministerin Stientje van Veldhoven. Um den Klimawandel zu bekämpfen, müsse nicht nur auf Energie, sondern auch auf Material geachtet werden. «Die Chemieindustrie muss Plastik entwickeln, das einfach zu recyceln ist.» Der Pakt sei eine einzigartige Möglichkeit, dass Regierungen und Wirtschaft zusammenarbeiten für eine grünere Zukunft, sagte die dänische Umweltministerin Lea Wermelin. Die Niederlande, Frankreich und Dänemark hatten das Bündnis angebahnt.